Rezept - Proteinriegel
Viele handelsübliche Proteinriegel zählen zu den hochverarbeiteten Lebensmitteln. Sie enthalten häufig Zuckeralkohole, Süßstoffe, Aromen und Emulgatoren – Substanzen, die die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen, die Darmschleimhaut reizen und entzündliche Prozesse fördern können.
Diese Riegel hier sind eine bewährte Basis im Alltag: ohne Backen, eiweißreich und aus darmfreundlichen, entzündungshemmenden Vollwertzutaten.
Im Kühlschrank halten sie sich etwa zwei Wochen lang. Man kann sie auf Vorrat zubereiten, einfrieren und hat so jederzeit einen schnellen, nährenden Snack zwischen den Mahlzeiten zur Hand – besonders dann, wenn der Wunsch nach etwas Süßem aufkommt.
Denn genau hier liegt ein großer Vorteil:
Diese Riegel eignen sich hervorragend als gesunde Alternative zu Süßigkeiten.
Statt schnellen Zucker zu liefern, der den Blutzucker rasch ansteigen und ebenso schnell wieder abfallen lässt, versorgen sie den Körper mit:
👉 hochwertigem Eiweiß
👉 sättigenden Ballaststoffen
👉 natürlichen Fetten
👉 sekundären Pflanzenstoffen
So wird das Verlangen nach Süßem befriedigt, ohne Heißhunger, Schuldgefühle oder Blutzuckerachterbahn auszulösen.
Zutaten
100 g Medjool-Datteln, grob gehackt
250 g Erdnussbutter, mit Stückchen
125 g pflanzliches Proteinpulver, neutral (ohne Aroma)
100 g Mandeln, gemahlen
75 g Chiasamen, geschrotet
2 EL Ahornsirup
175 ml Wasser
150 g Zartbitterschokolade (80 % Kakao), grob gehackt
Zubereitung
Zutaten vorbereiten
Alle Zutaten bereitlegen. Eine Backform (20 × 20 cm) mit Backpapier auslegen.
Datteln einweichen
Eine kleine Menge Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen.
Die Datteln in eine flache Schüssel geben und mit so viel kochendem Wasser übergießen, dass sie gerade bedeckt sind.
Etwa 10 Minuten einweichen lassen.
Anschließend das Wasser abgießen und die Datteln mit einem Kartoffelstampfer oder der Rückseite einer Gabel zu einer streichfähigen Paste zerdrücken.
Riegelmasse herstellen
Erdnussbutter, Proteinpulver, gemahlene Mandeln, geschrotete Chiasamen, Ahornsirup und Wasser in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben.
Alles zu einer glatten, homogenen Masse verarbeiten.
Form füllen
Die Masse in die vorbereitete Form geben und mit der Rückseite eines Löffels gleichmäßig festdrücken.
Anschließend die Dattelpaste möglichst gleichmäßig auf der Oberfläche verstreichen.
Nährwerte pro Portion
Kühlen
Die Form für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis die Masse fest geworden ist.
Danach in 12 oder 24 gleich große Riegel schneiden.
Schokolade schmelzen
Die Schokolade in eine hitzebeständige Schüssel geben und über einem Topf mit leicht köchelndem Wasser schmelzen (Wasserbad).
Wichtig: Die Schüssel darf den Topfboden nicht berühren, sonst kann die Schokolade anbrennen.
Riegel überziehen
Ein Kuchengitter auf ein Backblech legen.
Die Riegel einzeln in die geschmolzene Schokolade tauchen und auf das Gitter legen, sodass überschüssige Schokolade abtropfen kann.
Nach Wunsch sofort mit Toppings bestreuen (z. B. Nüsse, Samen, Kokosflocken), solange die Schokolade noch flüssig ist.
Aushärten & Aufbewahren
Die Schokolade 5–10 Minuten fest werden lassen, anschließend die Riegel in einen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Oder einfrieren.
Worauf es ankommt
Kombination mit echten Lebensmitteln
Proteinpulver sollte niemals isoliert eingesetzt werden, sondern immer gemeinsam mit vollwertigen Zutaten wie Nüssen, Samen, Haferflocken oder Beeren.
Dadurch erhält der Körper zusätzlich:
- Ballaststoffe zur Unterstützung der Darmflora
- Polyphenole mit antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung
- Mikronährstoffe, die den Stoffwechsel stabilisieren
Gerade diese Kombination sorgt dafür, dass der Snack lange sättigt, das Energielevel stabil hält und nicht zu erneutem Süßhunger führt.
Qualität des Proteinpulvers
Nicht jedes Proteinpulver ist automatisch gesund. Empfehlenswert sind Produkte:
- ohne Süßstoffe (auch keine „natürlichen“)
- ohne Aromen, Emulgatoren oder Füllstoffe
- möglichst laborgeprüft (Third-Party-Test)
- individuell gut verträglich (z. B. Reis-, Erbsen-, Hanf- oder hochwertiges Molkenprotein)
Insbesondere bei Menschen mit Darmbeschwerden, Histaminintoleranz, Autoimmunprozessen oder chronischer Entzündungsneigung spielt diese Qualität eine zentrale Rolle.
Fazit
Der Wunsch nach Süßem ist kein Zeichen von Disziplinlosigkeit, sondern häufig ein Ausdruck von Energiebedarf, Stress oder instabilem Blutzucker.
Ein selbst gemachter Proteinriegel kann hier eine kluge, nährende Alternative sein: süß im Geschmack, stabilisierend für den Stoffwechsel und unterstützend für Darm und Immunsystem.
So wird aus „Naschen“ keine Belastung – sondern eine bewusste Form von Selbstfürsorge.


